MIRIAM CAHN. LESEN IN STAUB
Zeichnungen aus den 1980er Jahren

Eröffnung zur open art 2019 am Freitag, den 13. September ab 18 Uhr
Gabelsbergerstr. 19, München

Ausstellungsdauer bis 30. Oktober 2019

„der gesamteindruck ‚staubig’“ schrieb Miriam Cahn 1988 an Otto van de Loo und fasste damit ihre sehr präzisen Vorstellungen für die Einladungskarte zur damaligen Ausstellung zusammen. Bevor sich die Schweizer Künstlerin vor einigen Jahren der Malerei zuwandte, arbeitete sie über 30 Jahre vornehmlich in schwarz auf weißem Papier. Dabei entstanden entweder installative Großformate, die ganze Räume bespielten, oder aber kleinformatige, oft tagegenau datierte Serien.
Die Blätter entwickelte Cahn in einem performativen, körperbezogenen Akt auf dem Boden, die tiefschwarze Kreide von einem großen Block zu Staub abschabend und zu eindringlichen Figuren verdichtend. Ausgehend von ihrer sehr persönlichen Erfahrungswelt bezieht sie mit diesen Arbeiten eine ebenso intim-poetische wie widerständig-kritische Position gegenüber ihrer Umwelt, die uns als Betrachter heute noch trifft. Vier dieser Serien sind aktuell im Showroom der Galerie van de Loo Projekte zu sehen. Einen großen Stellenwert nehmen bei Cahn die eigenen Texte ein, die sie in Katalogen stets ergänzend zu den Werkabbildungen abgedruckt hat und die jetzt unter dem Titel „Das zornige Schreiben“ im Hatje Cantz Verlag neu erschienen sind. Sie sind nun Grundlage einer von Selima Niggl für die Stiftung van de Loo konzipierten Lesung am 14. September um 18 Uhr.

Julia Teichmann liest aus Texten von Miriam Cahn, 14. September, 18 Uhr

 



GUSTAV KLUGE
Drucke und Druckstöcke - Der Künstler im Gespräch
Donnerstag, den 27. Juni 2019, 19 Uhr

Gustav Kluge wird sich zum Medium des Holzdrucks äußern, das er bereits vor 35 Jahren für sich entdeckte und seitdem intensiv verfolgt. Es entstand ein eindringliches Oeuvre an überarbeiteten Originaldrucken auf unterschiedlichsten Trägern, und nicht zuletzt wurden die Druckstöcke selbst zu eigenständigen Objekten.

Anlässlich einer aktuellen Ausstellung zu diesem Thema, die am 30. Juni im Museum Lothar Fischer, Neumarkt i.d.OPf. eröffnet wird, präsentieren wir außerdem das von der Stiftung van de Loo geförderte, neu erschienene Werkverzeichnis der Druckstöcke (Hrsg. Kunstmuseum Reutlingen, Horst-Janssen-Museum Oldenburg, Museum Lothar Fischer, Neumarkt i.d. OPf.).

Parallel sind in unserem Showroom Holzdrucke und Druckstöcke von Gustav Kluge zu sehen, sowie erstmals einige von Asger Jorns Druckstöcken zusammen mit entsprechenden Holzdrucken, die 1970 in München entstanden sind.



ARTIST BAR TALK 
mit Andrew Gilbert 

am 6. Mai 2019, 20 Uhr Einlass, 20.30 Uhr Beginn, ab 22 Uhr DJ Daniela Stöppel
in der Favorit Bar, Damenstiftstraße 12, München
initiiert von Stiftung van de Loo

Andrew Gilbert 
Der in Berlin lebende Schotte Andrew Gilbert (*1980 in Edinburgh) hat sich einem Thema verschrieben: den Exzessen der Kolonialzeit in Afrika mit ihren Auswirkungen bis heute. Ausgehend hiervon baut er mit seinen Bildern, Installationen und Skulpturen verstörende Welten auf, welche nicht nur die Absurdität des Geschehenen offen zum Ausdruck bringen, sondern gleichzeitig auch an aktuelle politische Geschehnisse anknüpfen.

 

 

DAS PARADIES IST NEBENAN
Selima Niggl liest aus Texten von und mit Heiko Herrmann

Donnerstag, den 21. März 2019, 19 Uhr

Um Anmeldung bis zum 16. März 2019 unter Enable JavaScript to view protected content.
oder per Fax unter 089-2285599 wird gebeten.

„Ich will nicht malen, sondern mich erkennen und damit die für mich erkennbare Umwelt. Denn du kannst deine Welt nur soweit begreifen lernen, wie du dich selbst begreifen lernst. Malen um des Malens willen ist nicht mehr wie ein schöngeistiges Gespräch.“ (Heiko Herrmann)

Ab dem 21. März zeigen wir in unserem Showroom Hinterglasmalerei des Künstlers.

Besuch nach Vereinbarung

 

 

LOTHAR FISCHER. ARBEITEN AUF PAPIER 1937–2003

Anlässlich des 85. Geburtstags des Bildhauers Lothar Fischer erschien Anfang November das Überblickswerk LOTHAR FISCHER. ARBEITEN AUF PAPIER 1937–2003, hrsg. von Pia Dornacher mit Texten von Margrit Brehm, Pia Dornacher, Lothar Fischer, Julia Isenberg, Birgit Jooss, Bettina Mayer, Thorsten Rodiek, Hans-Werner Schmidt und Andreas Strobl in der edition metzel, München. Erstmals wird mit dieser Publikation das reichhaltige zeichnerische Schaffen Fischers einem breiten Publikum zugänglich gemacht. Zur Vorstellung des Überblickswerks richtete die Stiftung van de Loo einen Gesprächsabend mit Christel Fischer, Dr. Pia Dornacher und Dr. Andreas Strobl aus.

Der Katalog kann für 28 € über die Galerie van de Loo Projekte bezogen werden.



OPEN ART 2018 - DIE STIFTUNG STELLT SICH VOR

Anlässlich der Open Art waren in den Räumen der Stiftung Werke der Gruppe SPUR und ihrer Weggefährten PINOT GALLIZIO, HANS PLATSCHEK, MAURICE WYCKAERT und ASGER JORN zu sehen.
Es war für die jungen Künstler der Gruppe SPUR (LOTHAR FISCHER, HEIMRAD PREM, HELMUT STURM, HP ZIMMER) ein Glücksfall, dass sie kurz nach ihrem Zusammenschluss, 1958 mit ASGER JORN und HANS PLATSCHEK zusammentrafen. Diese machten sie mit internationalen künstlerischen aber auch intellektuellen Strömungen bekannt, mit denen in München in einer noch von der Nachkriegszeit geprägten Atmosphäre ansonsten nur schwer in Kontakt zu kommen ist. Aber auch für PINOT GALLIZIO und MAURICE WYCKAERT und selbst für den „Internationalisten“ JORN war die „Stadt des Blauen Reiters“ ein Magnet und die Begegnung mit den jungen Maler-Rebellen der Gruppe SPUR eine große Bereicherung.
Im April 1959 fand die 3. Konferenz der Situationistischen Internationale in München statt. Ihr Kopf, GUY DEBORD, sowie die Künstler-Mitglieder CONSTANT, JORN, WYCKAERT und GALLIZIO reisten an und die Gruppe SPUR wurde offiziell als „deutsche Sektion der Situationistischen Internationale“ aufgenommen. Doch jenseits der politischen Debatten der Konferenz und der ausschweifenden Feste waren es die Künstler, die in der Sprache Malerei kommunizierten und sie vorantrieben. Ihre Werke sind es, die mit begleitendem Dokumentationsmaterial aus dem Archiv das breite Spektrum der Gründungsgeschichte der Galerie Otto van de Loo aufzeigen sollten.
 


JUNG UND WILD. DIE 1980er JAHRE IN MÜNCHEN

Den Auftakt der Fördertätigkeit der Stiftung van de Loo bildete die Publikation des Katalogs zur Ausstellung „jung und wild. Die 1980er Jahre in München“. Die Ausstellung, kuratiert von Marie-José van de Loo und Selima Niggl lenkte den Blick auf die Tendenzen der Malerei der 1980er Jahre, aus der Perspektive Otto van de Loos. Von Mai bis Juli 2017 wurden Arbeiten von Hans Matthäus Bachmayer, Dietrich Bartscht, Miriam Cahn, Gunter Damisch, Martin Disler, Franz Hitzler, Leiko Ikemura, Siegfried Kaden, Gustav Kluge, Max Neumann und Helmut Sturm in den Räumen der Bayerischen Akademie der Schönen Künste gezeigt, deren Ehrenmitglied Otto van de Loo war.


jung und wild. Die 1980er Jahre in München

hrsg. von Marie-José van de Loo und Selima Niggl in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Akademie der Schönen Künste

mit einem Grußwort von Michael Krüger und Winfried Nerdinger sowie einem Text von Selima Niggl

Der Katalog kann für 23 € über die Galerie van de Loo Projekte bezogen werden